Soulfood

Schreiben als Lebenskunst

Eine Reise zur Schöpferkraft der eigenen Stimme

„Writing exists not to be wasted on the air like speech, but to be committed to permanence.“
Joe Moran, First I Write a Sentence

„Ein Bild ist keine Geschichte.“
Tilmann Köppe, Tom Kindt, Erzähltheorie

Nur Mut! Schreiben ist immer mehr als Schreiben. Alle, die es ohne Vorbehalte tun, wissen das. Morning Pages und Tagebücher verwandeln sich nicht so selten in das große Buch vom eigenen Leben. Der Kopf ist voll, die Gedanken suchen Ausdruck. Schreiben ordnet die Gedanken und schärft die kognitiven Fähigkeiten – besonders, wenn wir mit der Hand schreiben. Das Nachdenken auf Papier gehört zu den raffiniertesten Kulturtechniken, die wir kennen. „Ich schreibe, um herauszufinden, worüber ich nachdenke“, verrät uns der Dramatiker Edward Albee und verweist alle, die Schreiben für überflüssige Kosmetik auf ihren brillanten Gedanken halten, auf ihren Platz.

Schreiben macht klug, und es macht glücklich. Es kalibriert das Gemüt und weckt die verborgene Schöpferkraft. Schreiben kann uns retten vor der lebensgefährlichen Verkühlung (Rolf Johannsmeier) der heutigen Gesellschaft – wenn wir uns wieder ins Leben schreiben, die eigene Stimme finden und unmissvertsändlich sagen, wer wir sind und was wir wollen.

Wie beginnen?

Kurs und Coaching führen ins Schreiben – mit Fingerübungen, kleinen Tricks und großen Worten.

  • Der weitere Verlauf ist eine Reise ins Abenteuer, die eigene Stimme zu finden.
  • Dabei werden wir die Grenzen zwischen Glaubhaftem und Unglaublichem, Wunderbarem und Tatsächlichem verwischen …
  • … das Unmögliche denken und dann auch schreiben.
  • Mit dem Kopf in den Wolken der Fantasie und den Füßen auf dem Boden des soliden Handwerks.

Stupidity reduces language to words“, sagt Joe Moran in seinem Buch „First You Write a Sentence, dem schönsten Buch, das je über das Schreiben geschrieben wurde. Wenn Wörter gezählt werden und Sprache vermessen wird, wenn Algorithmen uns erklären, was „verständlich“ ist (wobei man sich fragt, für wen), und wenn die Äquivalente von Sexrobotern Nachrichten und Gedichte schreiben, wird es Zeit, zur Feder zu greifen.

Formate

  • Inhouse-Workshops für kleine Gruppen (geeignet auch für therapeutische Einrichtungen und Praxen)
  • Auf Wunsch auch online
  • Bald: Offene Workshops in kleinen Gruppen
  • Individuelle Begleitung für alle, die ins Schreiben kommen wollen

    Alle Formate kommen mit umfangreichem Werkstattmaterial.

Tipp

  • Die Kombination mit „Schreiben auf Reisen“ ist eine starke Empfehlung.


Literatur

Joe Moran, First I Write a Sentence, London 2018

Dietrich Dörner, Sprache und Denken, Halle/Saale 1976

Otto Kruse, Schreibstrategien des Erzählens. Was man für Geschichten braucht. in: Daniel Perrin, Ingrid Böttcher, Otto Kruse, Anne Wrobel (Hrsg.), Schreiben, Wiesbaden 2002

Raoul Schrott, Arthur Jacobs, Gehirn und Gedicht, München, 2011

Martin Thiering, Die Neo-Whorfian Theorie: Das Wiedererstarken des Linguistischen Relativitätsprinzips, in: Zeitschrift für Semiotik, Bd. 35, 2013

Gert, Ueding, Klassische Rhetorik, München 2011

ders.: Moderne Rhetorik, München 2009

Benjamin Lee Whorf, Language, Thought, and Reality, Cambridge (Mass.)/London, 1956

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