Schnittstellenkompetenz lernte ich zuerst in der Ethnologie, die einen lehrt (früher tat sie das jedenfalls), dass es nie nur eine Art zu denken gibt und auch nie nur eine Wahrheit. Und dass „Globalisierung“ nicht dasselbe ist wie Weltläufigkeit.

Arbeit
15 Jahre Innenansicht verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen des Landes Berlin (Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Botanischer Garten, Freie Universität Berlin). 2002 gründete ich bei Erreichen der „Unkündbarkeit“ den Wortwandel Verlag. Ich habe Websites als Publikationsprojekt konzipiert, 11 Sachbücher geschrieben und etliche Magazine entwickelt, die ich in der Regel dann auch vollschrieb. Aus dem Projektmanagement für Publikationen entwickelte ich schließlich die Planspiele, die Unternehmen helfen, sich aufzuräumen und die Entrepreneurs bei der Positionierung unterstützen.

Ansonsten: Arbeit für Zeitungen (zumeist Wissenschaftspolitik und Forschungsberichterstattung), Lehraufträge an Universitäten und großen Forschungs-Institutionen (Thema u.a.: Verständliches Schreiben über komplexe Sachverhalte)

Ein Wort zu den „Methoden“
Ich höre es immer wieder. Da ist die Rede von „Energiefeldern“ in der Kommunikation, von „Empfindungen“ beim Sprechen, von einer „Stimmung“ zu schreiben. Die Betrachtungsweisen vieler Bereiche sind so psychomorph (Richard Sennett) geworden wie die Verhältnisse, denen sie entstammen und die eines immer gemeinsam haben: Fragmentierung und Individualisierung im nicht ganz so guten Sinne.

Sprache und Schreiben sind Werkzeuge der Verbindlichkeit, die zumindest den Versuch voraussetzen, auf der Basis geteilten Weltwissens einander zu verständigen – und sei es auch manchmal ein wenig anstrengend.

Die Grundlage dessen kann keine individualisierend psychologische, sondern immer nur eine handwerkliche sein. 
Mit anderen Worten: Befindlichkeiten und Energiefelder müssen leider draußen bleiben. Und die gute Stimmung kommt mit zunehmender Beherrschung des Handwerks von ganz allein.

Foto: Ausserhofer