Susanne Weiss

Willkommen!

Irgendwann, am Ende der Schulzeit, dämmerte mir, dass das, was wir über Mensch, Kultur, Geschichte und Wissenschaft lernten, wohl nicht alles gewesen sein konnte. Also studierte ich Ethnologie (in Bonn, München und Berlin) und fand Anhaltspunkte, die hilfreich waren, den Perspektivwechsel zu erlernen. Das geschieht dann aber in der Regel autodidaktisch, vor allem auf Reisen in ferne Weltgegenden und in gute Bücher. Für mich war die Ethnologie immer das, was Stanley Diamond erklärte: die Lehre von den Konzepten, die wir nicht hätten erfinden können. Wenn man das ernst nimmt, klappt’s auch mit der Wahrheitsfindung. Denn tut man das nicht, bleibt nur, was der Physiker Heinz von Foerster der wissenschaftlichen Zunft ins Gewissen schrieb: „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.“

Was mich angeht: Ich hatte mein Biotop gefunden: zwischen allen Stühlen. Die Befreiung vom Absoluten bringt Neugier, Denken um die Ecke und Chaoskompetenz mit sich, alles Eigenschaften, die zum Schreiben wie zum Publizieren prima geeignet sind.

Hinter dem Spiegel sieht man manche Dinger klarer.

Sehen Sie zu, dass Sie immer ein Notizbuch dabei haben. Gute Gedanken kommen unangemeldet.

Und abonnieren Sie meinen Newsletter bitte.
Danke!

Wortwandel Headquarters

Bücher und Grünzeug leben bei mir in engster Nachbarschaft. Sie verstehen sich auch ausgesprochen gut. Manchmal lesen die Bücher den Pflanzen etwas vor (das tun sie nur, wenn ich nicht dabei bin), die Pflanzen revanchieren sich mit leisem Gesang.

Die Firma

Alles in allem prima Stoff für Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen in den drei wissenschaftlichen Einrichtungen (so nennt man das), wo ich von den Profis in den Pressestellen (damals war das so) und nebenbei schon bei Zeitungen das Schreibhandwerk erlernte. In diesen Häusern (Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Botanischer Garten, Freie Universität), verbrachte ich schreibend und publizierend 15 öffentlich-dienstliche Jahre, bis ich als Angestellte unkündbar war. Dann ging ich.

2002 gründete ich Wortwandel.

Fortan erfand Magazine und schrieb sie voll. Ich schrieb Bücher und produzierte Broschüren. Ich moderierte auf Konferenzen und bereitete hochmögende akademische Persönlichkeiten auf ihre Auftritte vor. Ich schrieb für Zeitungen und für anderleuts Magazine. Über Physik, Kunstgeschichte, Wissenschaftspolitik, Künstliche Intelligenz, Diplomatie, Stadtforschung, Seidenstraße, Wirtschaft und Wissenschaft, Berliner Schlossgespenster, Pharaonische Gärten, Hauptstadt, Chemie, Kristallographie, Geschichte, Linguistik, Mathematik … Dazu kamen Unmengen von Porträts.

Ein kleines Foliengewächshaus hält die Tomatchen nachts schön warm.

“Tomate, Tulpe, Rosmarin” heißt meine rein pflanzliche Schreibwerkstatt für gut erzählte Information. Das sollten Sie mal versuchen. Mit einem umfangreichen kostenlosen Werkstattbuch.

Das ist Lucky Lemon, eine große Zitronat- oder Amalfi-Zitrone. Lucky Lemon zwinkerte mir so pfiffig zu, dass ich es nicht übers Herz brachte, ihn zu Marmelade zu machen. Heute ist er ein hochbetagter Herr, ein wenig kleiner und nicht mehr ganz so gelb. Aber er ist nach wie vor ein geehrtes Mitglied meines Haushalts. 

Lucky Lemon auf großer Fahrt

Die Party zum ersten Buch (in einem “Kommandantenhaus” Unter den Linden)

Es ging um Area Studies. Würde ich heute so nicht mehr schreiben.

So viele Leute waren da, um den goldenen Worten der Podiumsgäste zu lauschen.

Und Blumen gab’s auch.

Vor 20 Jahren begann ich zu unterrichten.

Es ist ein Vergnügen, anderen Leuten zu helfen, ihre Stimme zu finden und zu erleben, wie sie sich von sprachlichen und gedanklichen Nebelschwaden befreien. Manchmal kommen sie wieder und erzählen stolz. Frau Weiss, ich habe ein Buch geschrieben! Oder sie erzählen, dass die tägliche Arbeit leichter von der Hand geht. Oder dass das gemeinsam entwickelte Magazin ein Erfolg geworden ist.

Es ist vor allem schön zu erleben, wie der Perspektivwechsel gelingt, wenn plötzlich eine entscheidende Erkenntnis Verstand und Augen weitet: Ich muss für mein Publikum schreiben: Gut erzählte Information. Wenn das gelingt, schreibt man immer auch fürs eigene Herzblut.

Falls Sie das auch einmal versuchen wollen: Schreiben Sie doch mal ein gutes Buch!
Nur zu – das erste Gespräch ist kostenlos.

 

Wortwandels Zukunft

Das annus horribilis 2020 zwang viele von uns, neu nachzudenken. (Ich habe schon ganz nebenbei überlegt, ob ich den Apfel, der mich seit Gründung meiner Firma begleitet und Teil der Wortmarke ist, durch eine Banane ersetze, um dem, was sich als neue Staatsform abzeichnet, Tribut zu zollen.)

Im Ernst:
Im Moment entstehen neue Online-Programme, die jederzeit mit Präsenz-Formaten kombiniert werden können, wenn es uns eines Tages gelungen sein wird, die lästigen Schatten und die vielen Bananenschalen zu vertreiben. Die Schwerpunkte bleiben das, was ich am besten kann: Sachbuch schreiben und Magazin machen.

Es wird mehr Bücher geben, vor allem Werkstattbücher (und natürlich Krimis, aber das ist eine andere Baustelle*)

Das Blog wird weiter ausgebaut als nützliche Handreichung zu allem, was Schreiben und Publizieren ist.

Der publizistische Service bietet nach wie vor einzelne Komponenten des Schreibens und Publizierens oder ein Rundum-Sorglospaket oder diskrete Geistertätigkeit.

Susanne Weiss am 4. Mai 2009  in Berlin. Foto © David Ausserhofer (Abdruck honorarfrei)

Die Wege des Wissens

Neue Kooperationen haben sich angebahnt, interdisziplinär und gewerke-übergreifend, hier und da in Richtung Gesamtkunstwerk für Organisationen, Unternehmen und besserverdienende Verrückte. Alle zusammen spinnen wir ein feines Netz des Wissens, der Kenntnisse und Talente, der Erfahrung und der Weltverbesserung.

Wissen wird mehr, wenn man es teilt – wer sagte das gleich wieder?

Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen.

Mein erstes großes Magazin produzierte ich für die Freie Universität Berlin – fast 10 Jahre lang. Ausgabe mit einem Lateinamerika-Schwerpunkt.

Aus einem großen Magazin für ein größeres archäologisches Institut

Noch so ein Buch über Wissenschaftspolitik

Ach, ja. Der Garten

Mein Vater war in seinem ersten Beruf Gärtner und war so freundlich, den grünen Daumen an mich weiterzureichen. Der achtungsvolle Umgang mit Pflanzen macht genau so glücklich wie das Schreiben. Wenn Sie einmal einer Erbse beim Wachsen und einer Clematis beim Blühen zusehen, wissen Sie, was ich meine. Nebenbei besitze ich besondere Kenntnisse über Giftpflanzen. Die Royal Horticultural Society ist einer von zwei Vereinen, denen ich angehöre.

Der ganze Stolz der Bevölkerung von Balkonien: Clematis montana Rubens in full sail und artig wie von Jane Austen gemalt.

Die etwas lautere Sorte … Den Sortennamen habe ich vergessen. Sieht so kapriziös aus. Dabei ist sie extrem winterhart. Wächst langsam.

Ein kleiner Teil meiner Gartenbibliothek. Die Giftplanzen nehmen – entsprechend meiner kriminellen Neigungen (siehe dort) einen großen Platz ein.

Berliner Balkonbohnen. Die frühsommerliche Blüten sind Weide für Berliner Balkonbohnenhonig.

Eigene Ernte

UNESCO-Welterbse

Gefunden in Porto Alegre

Ständige Gäste

*Die Verbindung zu meinen kriminellen Neigungen sind „Humboldts Holographen“. Das sind Whitepapers mit nützlichem Wissen zu verschiedenen Themen des Schreibens und Publizierens. Der Verfasser ist ein gewisser Humboldt (wie der Name bereits andeutet), einer der investigativen Ethnologen, die in einem schrägen Paralleluniversum (Posten: Berlin) herausfinden sollen, warum immer mehr Teile der Wirklichkeit verschwinden.

Wer mehr über Humboldt erfahren möchte, dem sei die Lektüre der neulich erschienenen Kriminalgeschichte “Der tote Indianer” empfohlen. Wer mehr Schreibhandwerk zu sich nehmen möchte: Zu Humboldts Holographen hier entlang bitte.

In meiner kriminellen Eigenschaft bin ich Mitglied der Mörderischen Schwestern, einem exquisiten Netzwerk literarisch kriminalisierender Damen (der andere Verein).

… was die neue Seite angeht: Ich mochte es immer schon bunt. Ich habe auch keine Lust auf durchgestyltes “Design” (von “Design-Thinking” ganz zu schweigen) Und nachdem die Zahl grauer Blumentöpfe und -kästen wie auch das Aufkommen schwarzer Sonnenschirme und Markisen bedrohliche Ausmaße annimmt (was ich für eine tief verschattete Geistesgestörtheit halte), dachte ich mir: Bringe ich mal ein bisschen Farbe in die Bude.