Kurz und cool

Apfel

Dies sind Überschriften zu ein und demselben Ereignis. Sie erschienen zeitgleich am 26. Februar 2018 in den Online-Ausgaben der genannten Medien. Das ist nur ein Beispiel unter vielen. Wir erkennen sofort, dass die Leserschaft verschiedener Zeitungen unterschiedliche „Nachrichten“ serviert bekam. Mit anderen Worten: Man muss nicht absichtsvoll lügen, um nicht die „Wahrheit“ zu sagen.

DIE WELT
Israelischer Kampfjet nach Einsatz in Syrien abgestürzt
SPIEGEL ONLINE
Syrien schießt israelischen Kampfjet ab
TAGESSCHAU.DE
Syrien schießt israelischen Jet ab
DEUTSCHE WELLE
Israel verliert Kampfjet nach Syrien-Einsatz
ORF.at
Israelischer Kampfjet an Grenze zu Syrien abgestürzt
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
Israel schiesst iranische Drohne ab und verliert Kampfflugzeug

KLEINE ZEITUNG
Iranische Drohne abgeschossen und Ziel in Syrien attackiert

WESTFALENPOST
Eskalation in Nahost – Syrer schießen israelischen Jet ab

Wir fragen uns:
Wird ein Jet abgeschossen oder ein Kampfjet?
Wird das Flugzeug abgeschossen oder stürzt es ab?
Verliert irgendjemand ein Flugzeug wegen eines Drohnenabschusses?
Wer schießt eine Drohne ab und attackiert ein Ziel?

Alles klar?

Diese Zustände haben sich leider nicht geändert, eher im Gegenteil. Mehr zu Manipulation durch Sprache hier: Sprachgewalt. Warum Manipulation und Framing so gut funktionieren – und wie wir uns davor schützen können. 

Metaphern sind ein unberechenbares, aber lebensdienliches Grüppchen von Wörtern, das nur verständlich ist, wenn wir ihm Kontext bieten. Ein solcher – abgegrenzter – Kontext kann zum Beispiel eine Gruppe oder ein Teilsystem einer Gesellschaft sein. In sozialen Gruppen kann der Gebrauch bestimmter Metaphern für Zusammenhalt sorgen. Zwischen Gruppenmitgliedern wird damit eine Art „geheimes“ Wissen übermittelt, das nur die Initiierten verstehen.

Für Außenstehende bleibt diese „Geheimsprache“ unverständlich, denn nur die Mitglieder der Gruppe wissen, wie bestimmte Metaphern korrekt benutzt und interpretiert werden. Das muss bewiesen werden.

Auf diese Art werden gemeinsame Erfahrungen und gemeinsame Interessen konsolidiert. Sprache kann rituellen Charakter gewinnen. So ist es beispielsweise in der Wissenschaft üblich, von Adepten die Beherrschung eines bestimmten Sprachcodes zu verlangen, der außerhalb der Wissenschaft zwar völlig nutzlos ist, aber innerhalb dieser Initiationsgruppe für Gratifikation und Anerkennung sorgt. Auch andere Subkulturen benutzen bestimmte Codes, um sich von anderen abzugrenzen.

Eine „Geheimsprache“ ist logischerweise immer auch ein Mittel der Abschottung. Das ist solange kein Problem, wie die Mitglieder von Gruppen und Subkulturen noch einen anderen Code zur Verfügung haben, der auf einer breiteren Basis geteilten Weltwissens beruht. Das heißt, je kleiner die gemeinsame (Sprach-)Basis wird, umso größer ist die Gefahr sozialer Fragmentierung und von in jedem Sinne teuren Missverständnissen. Nachrichten on demand, Echokammern und Geheimsprachen, die nur abschotten, zerstören das gemeinsame Repertoire von Hintergrundelementen, die nötig sind, um der Lebenswirklichkeit noch einen vernünftigen Sinn abgewinnen zu können. Ende Gelände.

100 schnelle Pferde können ein böses Wort nicht zurückholen, weiß man in China. Dabei ist nicht einmal Böses nötig, um mit Worten unangenehme Gefühle auszulösen. Wir brauchen dafür auch nicht unbedingt Wörter, die absichtsvoll eine emotionale Wirkung auslösen sollen.
Alle Wörter können alle Arten von Emotionen und Gefühlen auslösen. Es kommt nur auf den Kontext an. Wie wir sahen, ist die Bedeutung, die ein Wort für uns annehmen kann, von vielen komplex ineinandergreifenden Faktoren abhängig: von unseren Erfahrungen, von unseren Gedächtnisinhalten und von unserer kulturellen Prägung.

Sie entscheiden darüber, wie ein Wort in unserem Gehirn „gefärbt“ wird, bevor es ins Bewusstsein dringt.

Das Limbische System, ein entwicklungsgeschichtlich altes Netzwerk, ist die „Färberei“ in unserem Gehirn. Direkt zuständig ist darin der Mandelkern. Er verknüpft Ereignisse mit Emotionen, um blitzschnell für uns entscheiden zu können: Ist das Wesen vor mir freundlich oder muss ich weglaufen?

Im Wechselspiel mit dem Hippokampus, einer zentralen Gedächtnisstruktur, prüft der Mandelkern eingehende Informationen also abhängig von der Bedeutung, die sie für uns haben (freundlich oder weglaufen oder etwas dazischen?). Auf dieser Grundlage werden die Informationen mit vorhandenen Erinnerungsinhalten abgeglichen und gemeinsam mit der emotionalen Ladung abgespeichert. Erst dann nimmt sich das Großhirn der Sache an.

MEHR zu diesem Thema:
Das Wort im Kopf. Die unterschätzte Macht der Sprache

Wörter tun etwas. Wörter sind keine passiven Dinge, mit denen etwas geschieht. Wörter sind sensorische Reize, die wie andere sensorischen Reize bestimmte neuronale Zustände bewirken. Wörter und ihre Eigenschaften werden jedesmal neu konstruiert, je nach Kontext. Wörter sind dynamisch. Sie haben keine feste Bedeutung.

Eine feste Bedeutung würde voraussetzen, dass Wort und Ding in einer festen Beziehung miteinander leben.

Tun sie aber nicht.

Wörter liegen nicht irgendwo in einer staubigen Ecke unseres Gehirns in einem Lexikon. Und nein, sie sind auch nicht in einer Datenbank abgespeichert. Das wäre nur die etwas modernere Variante des Lexikons und ebenso statisch. Unser Gehirn ist kein Kataster. Deshalb sind ihm „rationale“ Listen und hierarchisch organisierte Sinnsysteme fremd. Es arbeitet vielmehr netzwerkartig, massiv parallel, überlappend, hier und da assoziierend und mit zahllosen Bedeutungs- und Sinnclustern, die einander ergänzen und / oder überschneiden – voll chaotisch und hoch effizient.

Eine ganz ganz feste Bedeutung ist immer die Ausnahme.
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Das Wort im Kopf. Die unterschätzte Macht der Sprache

Nein, es ist nicht dasselbe. Die Marketingwelt redet ununterbrochen von „Emotionen“, die durch allerhand Bilder oder „Storytelling“ ausgelöst werden sollen. Es kann vorkommen, dass so etwas passiert. Allerdings meinen die meisten Leute, die von „Emotion“ reden, tatsächlich „Gefühl“.

Der Unterschied: Emotionen sind Primärempfindungen, die im Limbischen System unseres Gehirn durch äußere Reize aktiviert werden.

Unbedingt merken: Auch Wörter sind sensorische Reize, die etwas auslösen können.

Gefühle sind hingegen kulturell geprägt und funktionieren im Großen und Ganzen auch nur in der Kultur, die sie hervorbringt.

Ein Beispiel: Zu Beginn der Industrialisierung entwickelten Großstädter romantische Gefühle gegenüber der Natur. Bauern taten das nicht. Ihnen fehlte die Distanz. Die eine Kultur zerfließt vor Tränen über ein rührendes Hundebaby. Die andere denkt an seine schmackhafte Zubereitung. (Wer jetzt empört aufschreit: Das Verspeisen von Hunden wurde in Deutschland erst 1986 verboten.)

Gut 20 Millionen Metaphern bevölkern unsere Sprache. Es beginnt morgens mit dem Frühstücksei, geht weiter mit Mittagessen und Abendbrot.

Versucht doch einmal, diese drei harmlosen Dinge metaphernfrei auf die Reihe zu kriegen. Dafür braucht Ihr ganze Buchkapitel. Sagt jedenfalls der Kognitionsforscher Arthur Jacobs. Und ich denke das auch.

Machen wir weiter mit Salatköpfen und Stuhlbeinen. Das kann lustig werden. Wusstet Ihr, dass wir Metaphern regellos und spontan bilden können und dass unser Gegenüber sie trotzdem versteht?

KEINE REGELN, ABER VORAUSSETZUNGEN
Nein, es gibt keine Regeln für das Verstehen von Metaphern. Aber es gibt Vorausetzungen, die erfüllt sein müssen, damit wir Metaphern verstehen und richtig interpretieren: Es sind dies ein bekannter Kontext und gemeinsames Weltwissen – auf der Basis der jeweiligen kulturellen Prägung. Losgelöst von ihrer Basis aus Kontext und Kultur bleiben Metaphern steril.

Der kulturelle Kontext vermittelt sich aber nicht durch Lexikonwissen, sondern von Mensch zu Mensch. John Gabrieli, Professor für Neurowissenschaften am Massachussetts Institute of Technology erklärt: „Der bei weitem größte Antrieb für die Hirnentwicklung [beim Kind] ist nicht die Anzahl der gesprochenen Wörter, sondern die Anzahl der Gespräche.“
Mit anderen Worten: Die Masse macht’s nicht, sondern der soziale Prozess des Sprechens – von Mensch zu Mensch.

Beim Schreiben ist es ganz genau so.
Wer mehr über Metaphern wissen möchte, hier entlang bitte:
Das Wort im Kopf. Die unterschätzte Macht der Sprache

„Im Detektivroman kann man das ganze Arsenal der rhetorischen Chrie [Anleitung für eine schriftliche Ausarbeitung] aufgeboten sehen: Quis? [Wer] Quid?[Was] Ubi? [Wo] Quibus auxiliis? [Mit welchen Mitteln] Quomodo? [Wie] Quando? [Wann] – Wann ist der Mord geschehen? Wo ist er geschehen? Durch welche Mittel ist er geschehen? Wer hatte Zugang dazu? Wer hatte ein Motiv? Wer ist überhaupt der Tote? War es überhaupt ein Mord?“

Das war Richard Alewyn in seiner „Anatomie des Detektivromans“.

Es folgt: Der Anfang aller W-Fragen (die nicht in irgendeiner Journalistenschule erfunden wurden …):

„Ich gehe nun zu dem Sachbereich über, innerhalb dessen vor allen Dingen unsere Handlungen mit Personen verbunden und diese zuerst behandelt werden müssen. Bei allem nun, was getan wird, dreht es sich um die Fragen:
Warum?, wo?, wann?, wie? und mit welchen Mitteln ist es getan worden?“

Diese zeitlos schönen Sätze stammen von Quintilian (um 35 – 100 n. Chr.), dem einflussreichsten und berühmtesten Rhetoriklehrer Roms. Sein Hauptwerk ist die „Ausbildung des Redners“. Quintilian verdanken wir – in leichter Abwandlung – Regeln, die bis heute in jeder handwerklich guten Schreibpraxis aller Genres (außer in der Poesie) gelten.

W-Fragen zu beantworten, ist der Kern des Nachrichtengeschäfts.

Der Himmel ist blau, kleine Wölkchen ziehen vorbei. Sie türmen sich wie aus der Sahnetülle gespritzt. Der Duft der Hundsrosen betört alle, die ihnen auf dem Weg zum Meer begegnen. Ganz leicht steigt der sandige Holzplankenweg an. Gleich ist der Scheitelpunkt erreicht. Auf einem Pfosten des Geländers sitzt eine Möwe und lacht ganz keck. Gleich können wir das tiefblaue Sommermeer sehen, unser Ziel …

Plötzlich wird es dunkler. Die Farben unterliegen einer Verblassung und werden schließlich zum Verschwinden gebracht. Grau. Alles grau. Die ausführliche Erwägung der Betrachtung der Umstände durch die Betroffenen verhindert die weitere Durchführung der Beobachtung. Nebel zieht auf. Wir haben Navigationsprobleme …

Nominalstil
Die Untersuchung des Roboters auf mögliche Einbringung von Schadsoftware wurde notwendig, nachdem der Roboter unter Ausbrechen schallenden Gelächters alle Sicherheitsvorkehrungen im Ministerium zum Durchbruch gebracht hatte.

Verbalstil
Der Roboter brach in schallendes Gelächter aus, nachdem er im Ministerium alle Sicherheitsvorkehrungen durchbrochen hatte. Daraufhin untersuchte man, ob

Wenn wir die Nominalsätze in Verbal-Konstruktionen umwandeln, erkennen wir einen Effekt, der uns schon in der Übung „Passiv-zu-Aktiv“ begegnet ist. Die Sätze werden dynamischer und kürzer – was sehr nützlich sein kann.

 

Die einen tippten, die anderen schrieben mit der Hand. Die Aufgabe war, sich Notizen zu Vorträgen zu machen. Reines Faktenwissen merkten sich beide Gruppen gleich gut. Dann kamen die Fragen zum Verständnis komplizierter Zusammenhänge …

Diejenigen, die mit der Hand geschrieben hatten, schnitten deutlich besser ab. Pam A. Mueller (Princeton University) und Daniel M. Oppenheimer (UCLA) nannten ihren Aufsatz in einem Fachjournal „The Pen Is Mightier than the Keyboard“.

Die Tipper hatten ganze Passagen einfach abgeschrieben ohne nachzudenken. Die Notizen derjenigen, die mit der Hand schrieben, waren deutlich kürzer, strukturierter und in eigenen Worten wiedergegeben.

Zum einen ist die Motorik des Schreibens für den Einprägungswert verantwortlich. Zum anderen ist die kognitive Verarbeitung des Lernstoffs intensiver, weil er nicht nur verstanden werden muss. Er muss beim Schreiben auch wieder in umgekehrter Richtung bearbeitet werden.

Beim gleichförmigen Drücken einer Taste wird das Komplexitätsniveau der neuronalen Verbindungen im Gehirn heruntergefahren. Schreib- und Artikulationsdefizite nehmen rasant zu. Autoergänzungen und Autokorrekturen helfen kaum dabei, eigene Interessen zu vertreten. Da muss man schon selber denken. Schreiben hilft immer. Mit der Hand.

In diesem kurzen Stück werden wir nun unsere strategy final resyncen. In tight getakteten actionables haben wir work load auf work load gestapelt und hoffentlich bis hierher effiziente learnings generiert. Auch wenn Sie schon alle high priority actionables auf dem screen haben, gehen Sie noch einmal für einen Moment in den listening- bzw. reading mode. Wir wollen Ihnen nämlich noch einige Handreichungen und Hinweise anbieten, mit deren Hilfe Sie auch in Zukunft alle Kritiker aus der laienhaften Öffentlichkeit sweettalken können. So bekommen Sie alle Ihre hoch performanten projects spielend von Anfang an in den richtigen Korridor.

Ich habe lange Jahre in einem gesellschaftlichen Teilsystem verbracht, in dem Kauderwelsch und krasse Unverständlichkeit zum guten Ton gehören. Nicht dass die Laien etwas von dem verstehen, was wir tun …

Für alle, die Satire mögen und das auch alles nicht mehr aushalten, hier ist Euer Buch:
Das Nichts nichtet oder die Followerschaft der Influencer.
Sprachliches Improvement für Wissenschaft und Management“

Unschärfen in der Bedeutung der Wörter begleiten uns täglich, aber es bereitet uns keine Mühe, damit umzugehen. Polysemien und Homonymien sind die harmlosen unter den Unschärfen.

Polysemie: Ein Wort hat mehrere Bedeutungen. Sie können unter Umständen durch einen gemeinsamen Nenner verbunden sein, müssen aber darüber hinaus nichts miteinander zu tun haben. Eines der Paradebeispiele der Linguisten ist das Wort „stehen“. Der Baum steht im Wald, Unterdrückte stehen gegen Ungerechtigkeit auf, ein Wort steht geschrieben. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Wenn dann noch eine Homonymie, ein Wort mit einer Doppelbedeutung, hinzukommt, erleben wir, dass zum Beispiel eine Bank im Park steht oder eine Bank im Ansehen der Bevölkerung nicht gut da steht.

Homonymie: Wort mit Doppelbedeutung.

Wir können solche Doppeldeutigkeiten nur mit Hilfe erlernter Kontexte auflösen. Andernfalls gerieten wir auch prompt in die Bredouille. Denn von unseren hundert meistgebrauchten Wörtern ist der überwiegende Teil mehrdeutig. Ohne Kontexte können wir keine Bedeutung zuweisen. Kosten kostet nichts.

MEHR zu diesem Thema:
Das Wort im Kopf. Die unterschätzte Macht der Sprache

Passiv/langsam/lang
Nachdem das Juweliergeschäft von den Dieben erstürmt wurde, wurden die Geschmeide von ihnen gestohlen.
(102 Zeichen)

Die Verzögerungen bei der Aufklärung des Diebstahls wurden von der Polizei bedauert. (84 Zeichen)

Da über den Verbleib der Juwelen seitens des Ministers die Unwahrheit gesagt worden war, wurde vom Parlament ein Untersuchungsausschuss eingerichtet.(149 Zeichen)

Aktiv/schnell /kurz
Die Diebe stürmten das Juweliergeschäft und stahlen die Geschmeide. (66 Zeichen)

Die Polizei bedauerte die Verspätungen bei der Aufklärung des Diebstahls. (73 Zeichen)

Der Minister log über den Verbleib der Juwelen. Daher richtete das Parlament einen Untersuchungsausschuss ein. (111 Zeichen)

ODER:
Der Minister sagte die Unwahrheit über den Verbleib der Juwelen. Daher wurde ein (parlamentarischer) Untersuchungsausschuss eingerichtet. (137 /117 Zeichen)

Am falschen Platz ist das Passiv lahm und unanschaulich. Die Sprache leiert, Aktivitäten werden künstlich ausgebremst. Oder aktiv formuliert: Das Passiv bremst Aktivitäten künstlich aus – auch dadurch, dass wir das Hilfsverb „werden“ einsetzen müssen.

Kürzere Sätze
Aktiv formulierte Sätze sind deutlich kürzer, unter anderem, weil wir auf alle die Hilfsverben verzichten können.
Aktivitäten gehören ins Aktiv.

Darüber hinaus: Mit dem Passiv am falschen Platz verspielen wir Vertrauen.
Analysen von Ökosystemleistungen werden untersucht und aufgearbeitet …
Wer untersucht? Wer arbeitet auf?

Lernerfahrungen werden abgeleitet und gute Praxisbeispiele aufbereitet.

Wer leitet ab? Wer bereitet auf?

In Sätzen wie diesen bleiben die Handelnden ungenannt. Es mag sein, dass uns nicht im Einzelnen interessiert, wer genau wo was tut. Es geht auch gar nicht darum, einzelne „Täter“ beim Namen zu nennen. Es geht hier vor allem um die Atmosphäre, die mit dieser Art von Sprache geschaffen wird. Eine solche Art Sprache gehört nämlich nicht zu dem, was man vertrauensbildende Maßnahmen nennt.

Ein simples „wir“ hätte schon geholfen.