Ferien in der eigenen Geschichte

Wir können nicht immer verreisen. Aber wir können immer schreiben.

Fantasievolle Geschichten zu schreiben, bringt uns oft der Wirklichkeit näher als die “Berichte” über vorgetäuschte Realitäten. Wir schöpfen Kraft und lernen dabei sogar etwas Nützliches. Wir steigern unsere Ausdruckskraft und ordnen unsere Gedanken.
Erlebt einmal selbst, wie erholsam es ist, in Welten spazieren zu gehen, die Ihr selbst erschaffen hat. Und sich mit den eigenen Figuren zu unterhalten, ist befreiender, als Ihr es Euch im Moment vorstellen könnt.

Versucht es!

Im Tagebuch führen wir Selbstgespräche. In der Geschichte schreiben wir uns frei.

Weiter unten gibt es etwas zum üben ...

Mein Angebot

Mit sieben Schritten ins Reich der Geschichten

Im “Ferien”-Erzählcoaching klären wir gemeinsam, welche Art Schreibprojekt am besten für Euch geeignet ist – ganz nach Euren Wünschen und Vorkenntnissen.
Dann tauchen wir ein in eine selbst geschaffene Welt und erleben die befreiende Kraft der Geschichten. Das Gehirn unterscheidet nicht sehr gründlich zwischen Erleben und Lektüre. Das ist eine sehr alte Geschichte, die Ihr hier nachlesen könnt. 
Beim Schreiben ist die Versenkung in die Geschichte (Immersion) sogar noch stärker als beim Lesen. Deshalb können wir in unserer eigenen Geschichte Ferien machen. Das Coaching-Ziel ist es, eine Geschichte mittlerer Länge zu schreiben. (Oder Ihr schreibt mehrere kurze.)
Oder ich berate Euch zu Einzelaspekten des Geschichtenerzählens und des narrativen Schreibens.

Ganz wie es Euch gefällt.

1 Was soll es werden? Das  Genre.
Wie findet man ein Thema, und wo ist der Stoff?
Recherche


2
 Lesestoff, Handwerk und Erzähltechnik
Beobachten und Notieren:
Der Stift ist die Kamera.

3 Die Welt, in der ich schreibe: Setting und World Building 

4 Was geht hier vor? Der Plot
Wer sind die? Figuren erfinden und schreiben
Wie die Geschichte spannend wird.

5 Schreiben, schreiben, schreiben.
Für Anfänger: Die Grundlagen des Handwerks 
Für Fortgeschrittene: Die Meisterklasse 

6 Überarbeiten, redigieren, feinschleifen

7 Falls Ihr Eure Geschichte(n) veröffentlichen wollt: die passenden Vorbereitungen. Pitch, Exposé etc.

Preise  und Formate

Intensives Einzelcoaching
€ 128,- netto / 45 Minuten
Telefonisch oder nach Absprache persönlich

Intensive Projektbegleitung
5 x 45 Minuten
5 Einheiten zu verabredeten Zeitpunkten (Die Abstände sollten nicht zu groß sein.)
Schriftliche Beratung und Textlektorat in den Onlinephasen dazwischen (5 Normseiten à 1500 Zeichen pro Einheit)
€ 729,- netto

Weitere Formate und Preise nach Absprache.
Das erste Beratungsgespäch, in dem wir klären, worum es geht, ist kostenlos.

Warmschreiben

Und das geht so …
Es gibt ein paar wirklich leichte Übungen, um ins Schreiben zu kommen …: Abschreiben und Weiterschreiben.
Sucht Euch beliebige Texte zum Ab- und Weiterschreiben aus. Oder Ihr nehmt die hier. Abschreiben heißt einfach Abschreiben. Weiterschreiben heißt: Erst abschreiben und dann ab einer vorher zufällig ausgesuchten Stelle den Text mit eigenen Worten weiterzuschreiben.

Auf der Seite Buch schreiben findet Ihr andere nützliche Übungen

Eine kleiner Einstieg in Erzähltechnik ist hier zu finden. (auf der Seite unten)

Es war einer dieser unvergleichlichen Maitage. Für Momente wurde die Stadt in mildes Licht getaucht, und das frische Grün beruhigte das Gemüt. Friedlich und wie aufgebahrt lag der Tote hingestreckt am südlichen Ende des Gartenplatzes. Unter den tiefschwarzen Haaren wirkte die Blässe seines Gesichts fast pathetisch, fremd und erhaben zugleich. Seine Kleidung wirkte ebenso elegant wie einfach, dunkel im Ganzen, sehr gerade. Am linken Ringfinger trug er einen in Silber gefassten Türkis, der zu der Kette passte, die, fast verborgen unter dem Kragen, seinen Hals umfing. Seine Schuhe waren aus sehr feinem, weichem Leder gefertigt und offenbar handgenäht. Sie hatten ihn nun zu dem Ort gebracht, von dem er aus seine letzte Reise antreten sollte.
Das Telefon in John Rabels Bibliotkek klingelte um genau acht Uhr. Sonderbar. Dieses Telefon um diese Zeit? Rabel eilte zu dem riesigen Tisch, schob ein paar Bücher und Karten zur Seite und schlug nebenbei einen dicken Folianten zu. Die Bilder darin schienen sich zu bewegen, wenn die Sonne in einem bestimmten Winkel in die Bibliothek eintrat.

….

John Rabel hörte schweigend zu. Er schaute hinaus in den Garten, ohne etwas zu sehen. Weder Bäume noch Stauden, noch blühende Tulpen. In seinem Gesicht spiegelte sich zuerst Unglauben, dann Traurigkeit, dann konzentrierte Entschlossenheit. „Ich verstehe“, sagte er, legte den Telefonhörer zurück und schloss den Globus. Geistesabwesend schloss er die kleine Tür im Wandpaneel, durch die er gerade gekommen war. Er schüttelte den Kopf. Nein, das wollte er nicht wahrhaben. Das Geräusch einer Tür weckte ihn aus seinen tiefen Gedanken. Er drehte sich um. „Ah, Humboldt, kommen Sie rein“, sagte er leise.


Susanne Weiss – Der tote Indianer. John Rabels erster Fall. In Kürze auf allen Portalen.

Für wen ist mein Angebot geeignet?

Mein Angebot ist für alle geeignet, die einmal heraus möchten aus dem Alltag und zugleich etwas Nützliches lernen wollen. Es ist für alle geeignet, die die Sprache lieben und bereit sind, ihr Respekt zu erweisen.
Und für alle, die seit jeher Geschichten lieben, ihre Kraft verstehen – oder kennenlernen möchten.